History Marketing Trends 2018

Was kommt, was bleibt, was geht

Die Marketingszene überschlägt sich mit Trend-Prognosen. Neben dem bekannten Storytelling und Content Marketing wird die sich immer schneller verändernde und komplexere Bedienung der verschiedenen Kommunikationskanäle die größte Herausforderung – so die Prognose. Hinzu käme Künstliche Intelligenz, die Marketern schier unbegrenzt scheinende Möglichkeiten bieten werde. Doch wo bleibt der Mensch? Fehlt bei den ganzen Social Media, Chatbots und Virtual Reality-Strömungen nicht etwas ganz Elementares?

Thomas Koch sorgt sich zurecht in seiner Kolumne „Trends aus der Marketinghölle“ um die Kernaufgabe des Marketings. Sein Appell für Rückbesinnung auf das Wesentliche im Marketing „Back to Basic“lässt allerdings einen Trend vermissen, den wir History Marketer verstärkt wahrnehmen: Das wachsende Interesse an Geschichtskommunikation in Industrieunternehmen.

In Zeiten unüberschaubarer Kaufangebote und dem Buhlen um erfahrene Arbeitskräfte und motivierte Auszubildende ist es für Firmen wichtiger denn je, ihr Alleinstellungsmerkmal und ihre Werte sichtbar zu machen. Beide Punkte lassen sich durch die einzigartige Geschichte jedes Unternehmens herleiten und durch besondere Ereignisse und Erlebnisse belegen. Wie diese „Geschichten“ zielgruppenaffin aufbereitet und kommuniziert werden, zeigen Best-Practice Beispiele für History Communication in B2B Unternehmen (Bosch History Blog, MAN Home of Diesel). Geschichte verbindet, schafft Nähe und Identifikation, denn hinter den Ereignissen, Erfindungen oder besonderen Entscheidungen stehen immer Menschen und ihre Biografien. Diese Geschichten sind Markenbotschafter, weil sie zum einen authentisch sind (es sind wahre Geschichten aus der eignen Historie!) und zum anderen Emotionen auslösen.


Geschichtsmarketing kann nach innen und nach außen das positive Image befördern.

Wenn also bei aller Digitalisierung das Human to Human droht auf der Strecke zu bleiben, hilft die Rückbesinnung auf das wahrhaft Erlebte. Geschichtsmarketing kann nach innen und nach außen das positive Image einer Firma nachhaltig befördern. Medientrends lassen sich auch in diesem noch jungen Marketing-Bereich ausmachen.

 

Was kommt:

  • Multimediale Projektionen und Virtual Reality werden fester Bestandteil bei Ausstellungen, zum Beispiel für ein Firmenjubiläum.
  • Ein wachsendes historisches Bewusstsein in der Wirtschaft führt zur Einrichtung und Modernisierung von Unternehmensarchiven.

Was bleibt:

  • Runde Jubiläen sind weiterhin für Firmen ein idealer Anlass, um intern die Unternehmensidentität zu stärken und nach außen positiv in Erscheinung zu treten.

Was geht:

  • Die klassische gedruckte Firmenchronik als zentrales Produkt für die Darstellung der Historie verliert an Beliebtheit und an Bedeutung. Die Geschichte fließt vielmehr in unterschiedliche Kanäle und Medien mit ein und ist fester Bestandteil der Jubiläumskampagne: z.B. als interaktiver Zeitstrahl im Web, als „History Walk“ im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung, als Image- oder Jubiläumsfilm mit Interviews langjähriger und ehemaliger Mitarbeiter u.v.m.

 

Mehr Informationen zu History Marketing und zu Dienstleistungen für Unternehmensgeschichte finden Sie hier.


0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar